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Die Häuserblocks aus zweigeschossigen Wohngebäuden stammen aus den 1950er Jahren, als es mit den Zechen aufwärtsging. Man brauchte Arbeitskräfte, und die mussten wohnen und leben. Die Zechen bauten Häuser für Arbeiter und gehobene Angestellte wie Steiger.
Jetzt stehen hier ansprechende rote Ziegelbauten, deren Rückseite sich Blumengärten von einem Meter Breite anschließt. Sie sind den Wohnungen zugeordnet. Die Bewohner hegen und pflege diese kleinen Gärten, sodass sie eine wahre Blütenpracht entfalten.
Dahinter verläuft ein Weg an den Häuserblocks entlang. Der ist breit genug für ein Auto und dient als Zufahrt für Transporte. Jenseits des Weges steht eine Reihe von Ställen. Das sind keine einfachen Schuppen, sondern aus roten Ziegeln erbaute Gebäude mit Giebeldach. Sie dienten den Bewohnern in den 1950er- und 60er-Jahren als Stallung für die Selbstversorgung. Darin hielt man Hühner und Karnickel
oder ein Schwein.

Hinter dieser Reihe von Ställen gibt es einen weiteren Gartenstreifen für jede Wohnung, groß genug, um Kartoffeln oder Gemüse anzubauen.
Die Zeit der Selbstversorger ist lange vorbei. Heute stehen Fahrräder oder Motorräder in den Ställen. In den Gärten prangt jetzt eine Blütenpracht in liebenswertem, sorgfältig angeordnetem Wildwuchs.
Der ganze Stadtteil macht durch seine luftige, großzügige Bebauung einen großzügigen Eindruck. Es gibt viele Bäume, Sträucher und Hecken, denen man freies, ja, man kann sagen, etwas wildes Wachstum gewährt. Man fühlt sich in die Natur eingebettet, mit viel freiem Lebensraum.
Zwischen den Menschen, die schon immer dort ansässig sind, und dem Charakter des Stadtteils existiert eine Wechselbeziehung, etwas Freundliches und Menschliches.
Neu hinzugezogene Bewohner stehen vor der Aufgabe, sich in diese Lebensweise einzufinden. Dabei ist zu beobachten, dass sich einige bemühen, dem äußeren Umfeld besondere Pflege angedeihen zu lassen, Sträucher korrekt zu schneiden und geordnet anzupflanzen. Hier zeigt sich ein auffälliger Unterschied zwischen bisher frei gewachsener Natur und langweiliger, gekünstelter Ordnung.
Die Bevölkerung ist eine Mischung aus im Mittelstand situierten und weniger betuchten Menschen, meist Rentner oder Bergmannswitwen. Dadurch hat sich ein Verhalten eingestellt, das nicht immer gesetzeskonform ist, aber von allen akzeptiert wird.